Toffi, Alfi und Fredo

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Jetzt melden wir uns hier auch einmal zu Wort…wir, das sind Toffi ca. 6 Jahre, Alfi, ca. 4 Jahre und Fredo, ca. 2 Jahre – alle aus dem Tierheim in Cegléd.

Ich, Toffi , das Einauge (ich bin der mit dem braunen Fell auf den Fotos), war der erste Auslandshund meiner Familie. Eigentlich wollten Sie „damals“ einen Hund aus Deutschland adoptieren, doch dann brachte uns das Schicksal zusammen und meine Familie sah mich, treuherzig und traurig in die Kamera blickend, kurz vor dem Wintereinbruch in Ungarn und entschloss sich kurzerhand, dass ich IHR neues Familienmitglied werden sollte.

Man war das schön, ein eigenes weiches Körbchen und regelmäßig den Bauch voll und unendliche Kuschelrunden…nur meine Hundekumpels fehlten mir irgendwie. Wenn ich beim Spazieren andere Fellnasen getroffen habe, habe ich mich so unbändig gefreut, dass ich fiepsend auf den Hinterbeinen, Männchen machend durch den Park gelaufen bin, immer auf der Suche nach meinen Hundekumpels. Das sah wohl für die Zweibeiner sehr lustig aus…Meine Mama beschloss daher, einen Hundekumpel für mich zu suchen, mit dem ich mir das Körbchen teilen sollte. Ja und 3 Monate später war es dann schon so weit, da kam Opa Pepi, ein Pekinese noch dazu. Er war auch so eine Kurzschnute wie ich, nur schon viel älter und ein bisschen fülliger. Er war sehr krank als er zu uns kam, konnte kaum laufen, weil man ihn fast sein ganzes Leben wohl in einen kleinen Käfig gesperrt hatte. Ich habe ihn aber wieder fit gemacht und er hat sich gut erholt an meiner Seite.

Zwei tolle Hundejahre haben wir zusammen verbracht, dann war der Opa schon fast 13 oder 14 oder 15 Jahre alt und meine Mama nahm den schwarzen Alfi zu uns -  es war wieder kurz vor Weihnachten und kalt in Ungarn. Alfi wurde auf der Strasse in Cegléd mit einer schlimmen Augenverletzung gefunden und zu Kata gebracht – leider war die Verletzung schon so schwer, dass man ihm das Auge entfernen musste. Eigentlich hiess es, der Alfi kommt auf Pflege zu uns, damit er sich von seiner Augenoperation erholen kann…aber wir Zwei, jeder mit nur einem Auge, haben uns gleich quasi „halbblind“ verstanden und auch für Opa Pepi war es wohl ok, dass ab sofort der verfressene Alfi hier lebte. Endlich hatte ich einen wilden Spielgefährten, Opa hatte ja nicht immer Lust zu toben. Glaub der war auch ganz froh, dass er mal seine Ruhe hatte. Und der Alfi hat mir gleich gesteckt, dass er gar nicht mehr woanders hin wollte, sondern für immer bei uns bleiben will. Mama hat das wohl auch ganz schnell mitbekommen…Ja und so waren wir dann zu dritt!

Zwei Monate später wurde Opa Pepi leider sehr krank und hat sich dann auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Ich habe ihn bis heute nicht vergessen – er ist ja aber noch hier und schaut uns vom Garten, von seinem Lieblingsplätzchen  aus zu.

Das nächste Jahr verging, Alfi und ich lebten hier prima zusammen und es stand wieder ein Weihnachten vor der Tür

…und dann kam der „Zwerg“! Eigentlich heisst er Fredo, aber der ist so klein, das er für mich der Zwerg ist. Was uns unterscheidet? Der hat 2 Augen 😉 Als er zu uns kam, war er ein ganz armer Wurm. Musste er seine ersten Lebensmonate total im Freien bei einem bösen Mann an einer klitzekleinen und kurzen Kette leben. Ohne Hütte und Körbchen, einfach nur so auf der kalten Erde…eine Freundin von Kata hat ihn aus diesem Elend befreit und dafür gesorgt, dass er zu Kata in die Station durfte. Puh…was für ein Glück für den Zwerg! Ja, und dann kam, was kommen musste…Mama sah ihn und er durfte noch vor dem Weihnachtsfest bei uns einziehen.

Der war anfangs aber ganz schön anstrengend - man, der kannte ja nichts!!! Musste ihm erstmal zeigen, dass wir nicht  auf den Teppich pinkeln und auch nicht den ganzen Tag quer durch Haus und Garten sausen müssen, ohne jede Pause, wie ein Aufziehmännchen. Alfi und ich haben ihn gleich, wie einen kleinen Bruder, in unsere Mitte genommen und ihm erstmal gezeigt, wie der Hase hier so läuft.  Auch, dass er hier nicht den Garten und das Haus bewachen muss, wie früher. Ja und nun ist Fredo auch schon fast 1 Jahr hier und ich kann nur sagen, wir sind ein klasse Kurznasen-Trio geworden. Wir spielen und toben viel zusammen und ich glaube, wir machen der Mama auch viel Freude.

Jeder von uns hatte ein anderes Schicksal, wir hatten alle unser persönliches kleines „Päckchen“ dabei als wir kamen, aber wir sind angekommen! Wir werden geliebt und geben täglich ganz viel Liebe an unsere Menschen zurück.

Für meine ganzen anderen Hundekumpels in Cegléd drücke ich alle Pfoten, dass auch Sie eines Tages eine Familie finden, die auf Sie aufpasst und Ihnen eine zweite Chance schenkt! Denn sie alle haben es verdient.

Euer Toffi mit seinen Freunden Alfi & Fredo (dem Zwerg!)

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