Romy, sehr verschmuste Mischlingshündin, ca. 1 Jahr, 48cm, 16,5kg *vermittelt*

*Romy wartet auf ihrer Pflegestelle in 96450 Coburg auf Besuch.*

Pflegestellenbericht vom 09.10.2022:

Seit Mitte Juli ist Romy bei uns auf Pflegestelle. Sie ist eine ganz sanfte, angenehme Hündin. Mit den beiden Kindern (6 und 8 Jahre) und unserem Labrador-Rüden Henri versteht sie sich prima. Das gemeinsame Spielen im Garten genießt sie in vollen Zügen und flitzt fröhlich umher. Das Abrufen klappt dabei super und Romy hört toll auf ihren Namen. Vom ersten Tag an war sie stubenrein und meldet sich immer zuverlässig, wenn sie raus muss. Die anfängliche Scheu vor unbekannten Dingen im Haushalt (Fernseher, Staubsauger, Föhn) hat sie komplett verloren. Es gibt allerdings schon Situationen, zum Beispiel im Straßenverkehr, die ihr nicht ganz geheuer sind. Wenn ein lautes Motorrad, die Kehrmaschine oder das Müllauto vorbeifährt, muss man sie dann nur etwas „beiseite“ nehmen. Sie lässt sich dabei gut mit Leckerchen ablenken und geht danach einfach weiter, als wäre nichts gewesen.

Romy liebt alle Menschen und hat keinerlei Berührungsängste. Sie liebt es, gestreichelt zu werden und genießt ihre Schmusezeit auf der Couch. Zu ihrer Pflegemama hat sie sofort eine innige Bindung aufgebaut. Romy möchte bei allem dabei sein und nichts verpassen. Man merkt, wie sehr Romy die neue Aufmerksamkeit, die sie bisher noch nie in ihrem Leben hatte, vermisst hat und nun einfach nicht wieder verlieren möchte. Das Alleinbleiben muss hier weiter geübt werden. Mittlerweile kann sie ca. 3 Stunden allein bleiben, wenn sie zuvor gut ausgelastet wurde und ihr bspw. etwas Leckeres zum Kauen da gelassen wird. Auch als Büro‑Hündin wäre sie bestens geeignet, wenn sie in den Pausen gestreichelt oder etwas mit ihr geübt wird.
Sie ist sehr lernwillig und freut sich auf Übungseinheiten. In manchen Situationen ist sie noch etwas zappelig. Mittlerweile klappt die Futterfreigabe auf Kommando super. Romy zeigt kein Bettelverhalten am Tisch und auch keinen Anflug einer Aggression beim Futtergeben.  Auch Sitz funktioniert gut. Beim Kommando Platz kommt ihr manchmal ihre hibbelige Art in die Quere, aber das wird immer besser. Gut gelingt auch das Bleib (auf der Decke) und das Kommando Nein.

Sie ist wie alle Hunde eine begeisterte Gassi-Gängerin. Dabei läuft sie im Wohngebiet prima an der Leine und orientiert sich gut an einem. Anders sieht es da im Wald oder auf Feldwegen aus. Hier kommt ihr Jagdtrieb zum Vorschein. Dort wird sie von so vielen Gerüchen überschüttet, dass sie leider in der Leine hängt und den Fokus verliert. Hier hilft konsequentes Üben mit einer normal langen Leine.

Autofahren funktioniert inzwischen auch sehr gut, sie war sogar mit im Urlaub an der Ostsee und es lief hier alles wunderbar. Sie ist eine echte Wasserratte und auch Restaurantbesuche waren problemlos möglich. Mit anderen Hunden, die wir beim Spaziergang treffen, versteht sie sich prima. Von einer Katze im Haushalt würden wir aber absehen.

Durch die auf der Pflegestelle lebenden Kinder wird Romy mit allen möglichen Umweltreizen konfrontiert wie Radfahren, Kinder- und Puppenwägen, Fußballspiel, Lärm, Planschen… Mit den Kindern ist sie ein Herz und eine Seele und spielt vergnügt mit. Es sollten aber definitiv ältere Kinder im Haushalt leben, die ihr den Freiraum lassen, wenn sie sich ausruhen oder schlafen will.

Wir wünschen uns für Romy ein liebevolles Zuhause mit Garten bei aktiven Menschen und können sie uns auch sehr gut als Zweithündin vorstellen (das ist aber kein Muss). Ihre Herzensmenschen sollten die nötige Konsequenz für eine Junghündin mitbringen, damit Romy gut durch die Pubertät kommt, wenn sie versucht, ihre Grenzen auszutesten. Der Besuch einer Hundeschule und auch ein Hundesport wären ganz sicher nach ihrem Geschmack, damit aus ihr ein richtiger Top Dog wird 🙂 Sie ist ein wahrer Sonnenschein und mit Sicherheit eine wundervolle Begleiterin fürs Leben.

Hintergrundinformation aus Ungarn:

Die geschätzt im April 2021 geborene Romy hat in ihrem bisherigen Leben schon Schreckliches erlebt. Sie lebte als "Wachhund" angekettet an einem Autoanhänger auf einem verlassenen Grundstück. In Ungarn leider immer noch keine Seltenheit. Eine Tierschützerin aus der Gegend hält die Augen nach den unwürdigsten Verhältnissen immer offen und entdeckte Anfang April 2022 die arme Romy. Als sie näher hinsah, bemerkte sie zudem, dass am Fell um den Hals blutiger Eiter zu sehen war. Bei noch genauerer Betrachtung sah sie, dass eines der Kettenglieder in die Haut eingewachsen war. Die Tierschützerin meldete dem Veterinäramt den Vorfall, das das Tierheim verständigte, damit Romy abgeholt würde.
Selbstverständlich wurde die eingewachsene Kette sofort operativ entfernt.

Es ist absolut erstaunlich, wie offen, zugewandt und freundlich Romy nach dem Erlebten Menschen gegenüber ist. Scheinbar schreibt sie ihre schlimmen Erlebnisse diesen nicht zu, auch wenn ein Mensch dafür verantwortlich ist. Sie ist eine ganz wundervolle Hündin geblieben und lustige Grimassen kann sie mit ihrem hübschen Gesicht auch gut schneiden.

Romy zieht kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und mit EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause.

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