Mario, bezaubernder Mischlingsbub, ca. 8 Monate, 30cm, 7kg *PS in 84085 Langquaid*

*Mario wartet auf seiner Pflegestelle in 84085 Langquaid bei Regensburg auf Besuch.*

Pflegestellenbericht vom 27.12.2021:

Mario (wird bei uns Maylo gerufen) ist nun seit einer guten Woche bei uns auf Pflegestelle.
Er ist ein freundlicher, neugieriger und immer mutigerer kleiner Kerl. Es ist so schön zuzusehen, wie er täglich Fortschritte macht.

Am Anfang war er sehr vorsichtig und ängstlich - auch unseren vier Hunden gegenüber. Er hat versucht zu schnappen, wenn es ihm zu nahe wurde (aber nur bei den Hunden). Da war anfangs Management und Verständnis der Körpersprache erforderlich. Jetzt nach einer Woche gibt es keinerlei Probleme mehr bei den Hunden untereinander.

Zu ihm vertrauten Personen ist Mario sehr zutraulich und lässt sich auf den Arm nehmen und streicheln. Bei Männern ist Mario etwas vorsichtiger, aber auch von unseren Söhnen lässt er sich inzwischen streicheln und das Vertrauen wird von Tag zu Tag größer. Dennoch sollte in seinem neuen Zuhause auch eine weibliche Bezugsperson leben.

Draußen ist Mario noch immer sehr vorsichtig, wobei es hier auch auf die Umgebung der Spazierstrecke ankommt. In ruhiger Umgebung z.B. im Wald, auf Feldwegen etc. geht er schon recht schön mit. In belebteren Gegenden geht es nur sehr langsam voran, denn Mario muss viel schauen und horchen und braucht viel Platz zum Ausweichen, wenn uns jemand entgegenkommt.  Auch hier muss man Mario anleiten und ihm Sicherheit geben.

Insgesamt kann man sagen, dass Mario sehr neugierig ist und schnell lernt. Aufgrund der erst kurzen Zeit bei uns, hat Mario natürlich Vieles noch nicht kennenlernen können und ist in vielen Situationen noch sehr ängstlich. Aber in dieser kurzen Zeit bei uns hat er auch schon Riesenfortschritte gemacht.

Mario ist kein Anfängerhund. Er braucht auf jeden Fall unaufgeregte Menschen mit solider Hundeerfahrung (idealerweise mit Tierschutz-/Angsthunden), die ihm entsprechend Sicherheit geben können und ihn bei der Entwicklung zu einem selbstbewussten und ausgeglichenen Hundemann unterstützen. Kinder sollten schon größer und verständnisvoll sein. Ein eventuell vorhandener Ersthund sollte souverän sein und zu Beginn des Kennenlernens wird Management (Hausleine, Rückzugsort etc.) erforderlich sein. Danach kann ein solcher aber eine gute Hilfe bei den weiteren Schritten in Marios neuem Leben sein. Aber er kann es sicher auch alleine schaffen ;-). Und ein Zuhause mit Garten in eher ländlicher Umgebung wäre ideal.

Hintergrundinformation aus Ungarn:

Anfang November 2021 sah eine der Pflegerinnen des Tierheims immer wieder eine Hündin auf der Straße. Sie folgte ihr und tatsächlich lief diese zu einem verwahrlosten Hof, vor dem auch noch 3 Welpen auf der Straße herumliefen. Die Pflegerin sprach die Besitzer daraufhin an und machte sie auf die Gefahr der Straße für die Hunde aufmerksam. Auf die Frage, was sie mit den Welpen vorhätten, zuckten die Leute nur die Schultern und die Pflegerin bot Hilfe an. Die Besitzer, denen die Hunde offensichtlich egal sind, willigten ein, dass die Welpen über das Tierheim in ein gutes Zuhause vermittelt werden (bevor sie am Ende endgültig auf der Straße enden, wie es in Ungarn leider so oft der Fall ist). Und auch der Kastration ihrer Hündin stimmten sie zu. Da das Tierheim aber zu dem Zeitpunkt mit Welpen überfüllt war, einigte man sich zunächst, dass die Hundekinder bis zur Vermittlung bei den Leuten bleiben sollten, diese aber zusichern müssen, dass die Hunde nicht mehr außerhalb des Hofes herumlaufen.

Als die Leute die 3 Hundchen dann aber einige Zeit später zur Impfung ins Tierheim brachten und diese sich dort absolut verschreckt und ängstlich zeigten, entschloss sich Kata, die Junghunde so schnell wie möglich ins Heim zu holen, da sich die jetzigen Besitzer offensichtlich gar nicht mit den Hunden beschäftigen und diese somit bisher wohl noch kaum menschliche Zuwendung und Wärme erfahren haben.
Als die Brüder dann in die Station kamen, zeigte sich noch einmal deutlich, wie (hand)scheu sie wirklich sind und sofort flüchten, wenn man versucht, sich ihnen zu nähern. Und wieder einmal arbeitet Kata mit Engelsgeduld daran, ihr Vertrauen zu gewinnen. Inzwischen lassen sich die Buben bereits ein wenig mit Futter anlocken. Gerade ans Zwingergitter kommen sie schon freudig heran - hinter dem Gitter fühlen sie sich scheinbar sicherer - aber kommt der Mensch in ihren Auslauf, laufen sie verschreckt davon. So wird es am Anfang auf jeden Fall eine ganze Weile brauchen, bis diese Junghunde Vertrauen fassen werden - darauf muss man eingestellt sein, Sie werden nicht gleich fröhlich ins Haus laufen und dann einfach "normale" Hundekinder sein, sondern es wird viel Zeit und Geduld kosten - aber diese armen Seelen sind alle Mühe wert. Und sie sind noch so jung, dass sie nach und nach ihre Unsicherheiten ablegen werden, sobald sie in ein liebevolles Zuhause reisen dürfen, wo sie endlich erleben, wie wunderbar es ist, geliebt und gehegt zu werden. Umso wichtiger ist es, dass die Kleinen nun sobald wie möglich ihre Familien finden, damit sie noch in der vollen Prägephase, in der man noch alle Weichen stellen kann, viel Zuneigung und Wärme erfahren. So haben auch sie die Chance, sich zu zutraulichen, verspielten, verschmusten und hoffentlich selbstbewussteren Junghunden entwickeln können.

Aufgrund seiner verkürzten Schwanzrute kann er leider nicht in die Schweiz vermittelt werden.

Für diese Brüderbande suchen wir nun Menschen mit solider Hundeerfahrung und viel Einfühlungsvermögen, die sich auf das Abenteuer "Junghund" einlassen möchten - mit allem was dazugehört: spielen, schmusen, toben aber natürlich auch eine konsequente und liebevolle Erziehung mit der notwendigen körperlichen und auch geistigen Auslastung.
Bitte bedenken Sie, dass ein so junger Hund die ersten Monate ein Vollzeitjob ist und 24 Stunden Betreuung braucht. Dies muss bei einer möglichen Adoption gewährleistet sein.

Mario zieht gechipt, geimpft, entwurmt und mit EU-Heimtierausweis in sein neues Zuhause.

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