Jona, sensible Schäfer(-Mix?)hündin, ca. 6 Jahre *vermittelt*

Beschreibung von ihrer bisherigen Familie (Dez-19):

Jona ist eine 6 Jahre alte Hündin, die ca. im September 2013 in Ungarn geboren wurde.

Seit Oktober 2014 ist sie Teil unserer Familie. Jona ist als vorsichtige und ängstliche, aber sehr verspielte Zweithündin zu uns gekommen, die in Stressmomenten gerne ihren Schwanz jagt. Sie hat sich jedoch sehr schnell eingelebt und ist zu einer treuen Begleiterin geworden, die man überall hin mitnehmen kann und die in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt wurde.

Sie hat mich viele Jahre bei der Arbeit im Büro oder auch im Außendienst begleitet und ist dort nur positiv aufgefallen. Sie fährt Zug, Straßenbahn, Auto und kann sich trotz ihrer Größe erstaunlich klein machen. Auch ein Essen im Restaurant oder ein Besuch in der Stadt sind mit Jona kein Problem. Sie ist überall dabei und ist einfach nur froh, nicht allein zu Hause bleiben zu müssen.

Das Alleinbleiben ist etwas, was ihr persönlich mal mehr mal weniger Stress bereitet. Je nach vorheriger Auslastung und Tagesform. Dies ist vermutlich auf ihre Vergangenheit zurückzuführen (Verlustangst). Seit April 2017 ist Jona ein Einzelhund, was ihr gut tut. So gut sie sich auch mit anderen Hunden versteht, braucht sie doch die volle Aufmerksamkeit ihres Herrchens/Frauchens.

Im September 2017 wurde unsere Tochter geboren. Jona hat das kleine, nur wenige Minuten alte Wunder lieb begrüßt und ist bis zum heutigen Tag immer ausdauernd, lieb und freundlich gewesen. Sie musste und muss doch Einiges mitmachen. Mit dem Kind hat sich jedoch auch der Alltag in der Familie verändert. Das Toben und Lachen erregt sie sehr schnell, was sich im Drehen und stärkerem Hecheln ausdrückt.

Auch die Aufmerksamkeit ihr gegenüber und die Bewegung/Auslastung haben sich wieder verändert, was Jona nicht zugute kommt. Jona benötigt ein gewisses und regelmäßiges Maß an Bewegung. Die Spaziergänge müssen gar nicht lang sein, aber wenn diese dann mit ein wenig "Arbeit" (Suchspiele, Horch-Spiele) versehen werden, tut man ihr einen großen Gefallen. Bekommt Sie diese Bewegung nicht, merkt man nach etwa maximal 8 Stunden, dass sie unruhig wird und zu viel Energie hat, die sie gerne los werden möchte. Wird man dem nicht gerecht, tobt sie sich mittels Schwanzdrehen selbst aus.

Jonas Stärken: Sie ist ein absolut näheliebender Hund, der sich hingebungsvoll in die kleineste Ecke zwängt, um Körperkontakt zu haben. Sie ist lieb anderen Hunden, Menschen und Kindern gegenüber. Sie ist sportlich und stets bereit (auch wenn sie gerade 20km am Fahrrad mit gelaufen ist).

Jonas Schwächen: Sie mag keine Katzen (eher aus dem Unbekannten/Ängstlichen heraus). Sie ist schnell erregbar, ist innerhalb einer Sekunde voller Tatendrang und Energie, was Fluch und Segen zugleich sein kann und was sich im Schwanzjagen zeigt.

Weitere Charaktermerkmale: sensibel, extrem verspielt, benötigt Zuwendung, eher ängstlich/vorsichtig, unterwürfig, anhänglich

 Warum müssen wir uns schweren Herzens von Jona trennen?

Jona hat von Beginn an gerne und viel ihren Schwanz gejagt und dann auf nichts mehr reagiert. Durch konsequente Arbeit haben wir es geschafft, dass dies nur noch als Übersprunghandlung geschieht, wenn sie einfach nicht weiß, wohin mit ihrer Freude/Energie. So lief es nun viele Jahre sehr gut. Dann hat sie sich im August 2019 stärker an ihren Schwanz verletzt. Die Wunde wollte einfach nicht heilen, unter anderem deswegen, weil sie mit ihrem Schwanz (der wie ein Haken gebogen war) immer wieder irgendwo hängen geblieben ist und die Wunde ständig erneut aufgerissen wurde. Da wir in der Vergangenheit häufiger schon Probleme durch die Biegung vom Schwanz hatten, haben wir uns nach 6 Wochen vergeblichen Versuchen des Heilens mit Unterstützung unserer Tierärztin dazu entschieden, den Schwanz bis nach der Biegung zu amputieren. Vor der OP hat sich dann heraus gestellt, dass der Bereich gleich nach der Biegung nekrotisiert und vernarbt und weiter Richtung Lendenwirbelsäule die Gelenke mit Arthrose versehen waren. Daher mussten wir etwa die Hälfte des Schwanzes amputieren lassen, um letztendlich einen gesunden Schwanz zu erhalten. Leider haben vermutlich diese Verletzung und auch die OP dazu beigetragen, dass der Schwanz wieder in den Vordergrund gerückt ist. Sie trägt seither einen Verband am Schwanz, welchen Sie regelmäßig schafft zu entfernen und somit immer wieder ihren Schwanz blutig beißt. Wir haben letztendlich auf Tabletten zurückgreifen müssen, um dadurch ihr und uns ein wenig Stress zu nehmen. Jedoch können wir ihr das konsequente Training, wie wir es einst durchgeführt haben, und auch die Auslastung nicht bieten, die sie dringend benötigt. Hinzu kommt, dass sie dem "Stress", den ein Kind bereitet, nicht gewachsen ist oder besser gesagt, sie schnell in einen Erregungszustand gerät, aus dem sie sich selbst nur durch das Drehen wieder herausbefördern kann. Nun erwarten wir im März 2020 unser zweites Kind, was die Situation und die Gegebenheiten nicht vereinfachen wird.

Wir können Jona leider nicht mehr die Rahmenbedingungen bieten, die sie benötigt. Daher wünschen wir uns für Sie: Ein Paar oder eine Einzelperson mit keinen oder älteren Kindern, wo sie voll und ganz in die Familie integriert werden und die volle Aufmerksamkeit genießen kann. Zudem wäre es schön, wenn sie als Einzelhund in der Familie leben könnte. Sie ist eine sehr sensible und auch immer noch vorsichtige Hündin, die einen Menschen braucht, der ihr Stärke und Sicherheit vermittelt. Dann wird sie auch Ihnen ein treuer und liebender Begleiter sein.

Jona zieht kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt und mit EU-Reisepass in ihr neues Zuhause.

Wenn Sie Jona das Zuhause bieten können und möchten, das sie braucht, melden Sie sich bitte bei uns! > Kontaktformular

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