Miley, freundliche Havaneser-Mischlingshündin, 1,5 Jahre, 25 cm, 4 kg *vermittelt*

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Pflegestellenbericht 1. Juli 2018: 

Hallo, mein Name ist Miley und ich durfte vor 2 Wochen zu meiner Pflegefamilie reisen und möchte mich hier einmal vorstellen.

Meine Pflegefamilie durfte mich schon kurz in Ungarn kennenlernen und hatte erwartet, dass ich ein eher unsicherer Hund sein würde. Aber als sie mich dort kennengelernt haben, bin ich ja gerade auch erst gefunden worden. Als ich dann in Deutschland ankam, war ich die ersten Stunden tatsächlich erst einmal ziemlich verschüchtert und fand alles ein bisschen gruselig. Aber bereits ab dem nächsten Tag bin ich zunehmend aufgetaut und habe mich inzwischen zu einer fröhlichen, verschmusten, verspielten und immer selbstsichereren Junghündin entwickelt, die ab und an auch mal den Schalk durchblicken lässt. Dann habe ich meine „g’spinnerten 5 Minuten“, flitze herum, „erbeute“ meine Spielstofftiere und werfe sie in die Luft. Danach kann ich aber auch stundenlang einfach nur brav auf meinem Platz liegen, schlafen und Ruhe geben. Das finden alle sehr angenehm.

In meiner Pflegefamilie gibt es neben Mama, Papa und meiner Hundefreundin Rika noch 2 Mädchen (10 und 12 Jahre) und 2 Katzen. Die beiden Mädchen beschäftigen sich viel mit mir und toben gerne mit mir herum. Sie gehen auch oft mit mir spazieren, was uns allen viel Spaß macht, da ich schon gut an der Leine laufen kann. Ich bin aber auch Weltmeisterin im Schmusen. Eigentlich gelten hier klare Regeln, was Hunde so dürfen und was nicht, aber da ich doch eher Katzenformat habe und total treuherzig schauen kann, kann meine Pflegefamilie mir nicht widerstehen, und so darf ich als erste und einzige Ausnahme auf dem Schoß oder Arm sitzen. Das ist sooooo schön, weil ich diesen Körperkontakt so sehr genieße. Dass ich nachts heimlich auf der Couch schlafe, weiß meine Pflegemama wohl, tut aber so, als ob sie es nicht bemerken würde.

Die beiden Katzen finde ich grundsätzlich interessant. Die Katze mag mich aber nicht besonders und wenn sie wegläuft, laufe ich schon mal hinter ihr her.  Das darf ich natürlich nicht, bekomme auch geschimpft und lasse das dann auch wieder. Der Kater hingegen ist sehr gechillt und lässt sich durch mich gar nicht aus der Ruhe bringen. Dann sitzen wir auch schon mal einträchtig nebeneinander, um z.B. auf unser Essen zu warten. Meine Pflegemama meint, dass sehr ängstliche Katzen wohl nicht so viel Freude mit mir hätten, selbstbewusste Katzen sich aber problemlos mit mir arrangieren könnten. Gefährlich werde ich einer Katze allein aufgrund meiner Größe sicherlich nicht, aber sehr unsichere Katzen könnten sich von mir vielleicht gestresst fühlen. Wobei mein Interesse auch schon nachlässt.

Mit anderen Hunden verstehe ich mich grundsätzlich sehr gut, nur vor manchen großen Hunden habe ich zunächst Respekt, handle dann aber nach der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ und knurre sie erstmal an. Das beeindruckt die aber gar nicht – kann ich nicht verstehen… Ich werde hier aber immer selbstbewusster und gehe inzwischen auf fast alle Hunde interessiert und offen zu.

Ähnlich mache ich es mit mir unbekannten Dingen, wie z.B. Lastwagen, Traktoren, Heuballen oder Staubsaugern – erstmal anbellen oder anknurren, dann feststellen, dass alles in Ordnung ist und dann mal vorsichtig aus der Nähe anschauen. Und von Tag zu Tag lerne ich mehr Dinge kennen und werde immer souveräner. Meine Pflegemama denkt, dass sich meine noch hin und wieder auftretende Unsicherheit in kurzer Zeit ganz legen wird.

Ich habe in der Zwischenzeit ja auch schon ein paar spannende Situationen kennenlernen dürfen. So durfte ich schon einmal in einen Reitstall mitfahren und die Pferde finde ich total ok. Da sind wir natürlich mit dem Auto hingefahren und auch das macht mir gar nichts aus. Außerdem war ich schon „Standhund“ auf einem Flohmarkt und habe das bunte Treiben interessiert und gar nicht ängstlich beobachtet und bin stundenlang ganz brav rumgesessen.

Was ich auch schon kann, ist mit meiner Hundefreundin Rika eine Weile alleine zuhause bleiben. Allerdings warte ich schon sehnsüchtig darauf, dass wieder jemand nach Hause kommt. Regelmäßig zu lange alleine sein, würde mich wohl traurig machen. Wenn übrigens schon ein Hund in meinem künftigen Zuhause leben würde, fände ich das voll ok, muss aber nicht zwingend sein.

Und stubenrein bin ich auch schon fast zu 100%.

Ein bisschen wachsam bin ich auch und wenn ich draußen etwas sehe oder höre, das mir komisch vorkommt, belle ich ein bisschen, damit meine Menschen Bescheid wissen. Wenn meine Familie aber sagt, dass alles in Ordnung ist, und nach ein paar Ermahnungen höre ich auch wieder auf. Besucher werden von mir selbstverständlich äußerst freundlich begrüßt. 

Meine Pflegemama sagt zusammengefasst Folgendes über mich: Miley ist ein zuckersüßes, kleines Hundemädchen, das einen sofort um seinen Finger wickeln kann. Sie ist keine Langweilerin und kein Handtaschenhund, sondern eine lebensfrohe und intelligente Junghündin, die noch viel erleben und lernen möchte. Sie braucht toben und spielen genauso wie Kuschelzeiten. Trotz ihrer Mini-Größe sollte sie dieselbe Erziehung wie ein großer Hund bekommen, um sich weiterhin zu einem lustigen und unkomplizierten Familienhund zu entwickeln - vermutlich fließt auch etwas Terrierblut in ihren Adern. Das optimale Zuhause für Miley wäre eine unternehmungslustige Familie mit verantwortungsbewussten Kindern ebenso wie jegliche aktive Menschen, die auch gerne einmal Quatsch mit ihr machen, sie aber auch als Hund „ernst“ nehmen. Ein Garten zum Herumflitzen käme ihrem Naturell mehr entgegen als ein Leben in einer Stadtwohnung.

Auch wenn es mir in meiner Pflegefamilie wirklich gut gefällt, wünsche ich mir nichts mehr, als mein endgültiges Plätzchen bei Dir oder Euch zu finden, um Dir/Euch mein Herz voll und ganz zu schenken. Für ein persönliches Kennenlernen stehe ich deshalb jederzeit gerne zur Verfügung!

Bis bald, Eure Miley

Hintergrundinformation aus Ungarn:

Die ca. im September 2016 geborene Miley wurde Anfang April 2018 von der tierlieben Putzfrau einer Schule neben dem Schulgelände völlig verwahrlost aufgefunden. Da diese Frau bereits einen Hund hat und Miley daher nicht selbst behalten konnte, brachte sie sie ins Tierheim zu Kata. Die Hündin war in so einem erbärmlichen Zustand, dass die Frau bei der Übergabe geweint hat, auch weil sie selbst nichts für dieses arme Wesen tun konnte. Da ein paar Tage zuvor die kleine Missy in ebensolchem Zustand in der Nähe aufgefunden worden war, glaubt Kata, dass Miley und Missy Mutter und Tochter sein könnten. Vom Aussehen und dem Grad der Verwahrlosung nach, könnte dies sehr gut der Fall sein.

Miley kam sehr verschüchtert zu Kata ins Tierheim und musste zunächst von dem verklebten Schmutz in ihrem Fell befreit werden. Sie wurde gebadet, teilweise geschoren, und es kam ein super süßer Hund zum Vorschein. Mittlerweile hat sie auch ihre Scheu zum Teil abgelegt und es wird täglich besser. Sie ist nicht ängstlich, aber noch zurückhaltend.

Miley reist gechipt, kastriert, geimpft und mit EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause.

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