Erfahrungsberichte

Hier kommen unsere Unterstützer und Adoptanten zu Wort:

  • Oktober 2017 / Adoptantin Tanja K.

Als einer unserer Hunde im Juni 2017 plötzlich eingeschläfert werden musste, machten wir uns auf die Suche nach einem Nachfolger für den freigewordenen Platz. Im Umkreis von 200 km fuhren zu einigen deutschen Tierheimen und klickten uns durch deren Webseiten. Nichts passendes auf Anhieb dabei. Dann fanden wir Jakob bei den Pfotenrettern Ungarn. Es war Liebe auf den ersten Blick.  Es waren nur Fotos und ein Video, aber trotzdem wussten wir: Das ist unser Hund! Ich versuchte herauszufinden, wie die Organisation arbeitet, und mein Herz war vom ersten Moment an der 100 Prozentigen Überzeugung, dass ich hier helfen möchte. Auch wenn Dani am Anfang etwas barsch rüber kam, so wusste ich, dass sie den neuen Hundebesitzern einfach nur klarmachen möchte, auf was man sich einlässt. Gerade für Ersthundbesitzer ist dieses "ins Gewissen reden" unerlässlich. Ich fing sofort mit einem eigenen kleinen Projekt an, Spenden zu sammeln, und drei Monate später fuhren wir den scheißlangen Weg von über 1000 km los, und lieferten alles bei Kata ab. Und wisst ihr was? Den "Scheißlangen Weg" haben wir nicht zum letzten Mal gemacht. Denn unsere Hilfe Vorort ist genauso dringend notwendig, wie die Arbeit hier von Deutschland aus. Und ohne meinen Mann im Rücken, der mich voll und ganz unterstützt und wie wahnsinnig mithilft, würde ich das gar nicht machen können, weil ich eine totale Computerniete bin.

DSC 0325 e1507573911126 - ErfahrungsberichteDSC 1044 e1507574316759 - ErfahrungsberichteJakob 300x185 - Erfahrungsberichte

 

  • August 2017 / Adoptantin Kathrin B. nach einem Besuch der Station in Cegléd 

Hallo Ute,

ich wollte dir nochmals ein wenig über den Besuch in Cegled schreiben. In facebook bin ich nicht,  ich hab nur auf das was jeder sehen kann Zugriff. Es ist ein Video eingestellt,  die suche nach einem Freund für Arno, dort sieht man eine junge Frau mit Brille und olivgrüner Hose u. T-shirt nur ganz schlecht , und eine mit langen braunen Haaren und Shorts. Die beiden waren voll nett und bemüht, sie haben einen guten Draht zu den Hunden, die Tiere verstellen sich nicht! Dimitri und Attila haben auch viel Interesse gezeigt und ihre Liebe zu den Tieren und ihrer Arbeit ist sofort spürbar. Mama von Kata spricht nur ungarisch - war aber sehr freundlich. Alles dort ist sehr bedrückend, ich denke auch durch den wenigen Platz und den üblen Zustand der Zwinger. Außerdem stehen fast 300 Tiere dort. Wie schlimm ist das erst im Winter...? Richtig Möglichkeit zum Gassi gehen ist auch nicht. Ein gesicherter Bereich in dem Freilauf und Leine laufen üben, das fehlt halt. Raum fehlt einfach an allen Ecken. Ich würde schon wahnsinnig werden Leinen und Bänder ständig aus der Wühlkiste zu ziehen. In dem Bereich vom Tierarzt räumt der Hintern ab was die Hand aufgeräumt hat. Na ja mal fast so! Das ist aber eher das Luxusproblem, es kann bei dieser Masse an Hunden nur die Grundsicherung funktionieren. Wenn ich denke wie unsere Tierheime im "Speck" agieren! Als wir den Weg verfehlt haben und uns durchfragten, haben wir gemerkt, dass das Heim bei den Menschen überhaupt nicht bekannt war. Und das ist keine Großstadt. Da wurde wieder die Gleichgültigkeit gegenüber dem Tier klar. Die Mannschaft um Kata ist eine Ausnahmemannschaft wie ich meine. Wird nicht einfach sein solche Typen zu finden. Trotz allem denke ich ist das ein guter Arbeitsplatz, wenn denn Geld für Löhne da ist! Geld und Platz! Und liebe Adoptanten dazu! Das denkt sicher jeder der die Station besucht, dass wie immer das Geld der Hauptmangel ist. Dennoch jeder Hund der dort ist, hat wenigstens Futter und Hände die streicheln, das ist schön und nicht hoffnungslos.  Ich bin noch immer mit den Eindrücken beschäftigt. Liebe Grüße und wie gesagt sehr beeindruckt...Kathrin